Sonneggstr. 29
CH-8006 Zürich
Tel.+41 44 251 36 08
info@buch-antiquariat.ch

Produktedetails


Art.Nr:
79070
Autor: / Künstler:
Müller, Josef - Robert Wildhaber
Titel:
Sagen aus Uri
Untertitel / Graf. Technik:
Aus dem Volksmunde gesammelt von Josef Müller. Herausgegeben und mit Sachregister und Anmerkungen versehen durch Hanns Bächtold-Stäubli (Bände I und II) und Robert Wildhaber (Band III). (3 Bde., compl.)
Schlagwort:
Helvetica - Uri / Märchen und Sagen / / / /
Bindung / Bildgrösse:
Broschur.
Verlag:
Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde.
Ort:
Basel
Erscheinungsjahr:
1969
Buchdaten / Blattgrösse:
Gr.-8°. XV, 302 S.; XVI, 338 S.; XVI, 428 S.
Zustand:
Blindprägestempel a. Vors., tadell.
Bemerkung:
Unveränderter Neudruck der 1. Auflagen 1926, 1929, 1945). Josef Müller (1870-1929) wurde als letztes von sechs Kindern einer Bauernfamilie geboren. Er äusserte den Wunsch, Naturwissenschaftler zu werden. In seiner Zeit an der Kantonschule in Altdorf von 1884 bis 1890 bewogen ihn aber seine «philosophischen und theoretischen Studien» dazu, Pfarrer zu werden. Nach der Matura (Abitur) studierte er 1890/91 Philosophie am Bischöflichen Lyzeum Eichstätt (Mittelfranken). Hier trat er der Sektion Helvetia Eystettensis des Schweizerischen Studentenvereins bei. 1891 wechselte er zum Studium der Theologie nach Mailand ans erzbischöfliche Seminar über, wo es Freiplätze für Schweizer Studenten gab, und wurde am 19. Mai 1894 im Mailänder Dom zum römisch-katholischen Priester geweiht. Am 3. Juni 1894 feierte er seine Primiz in der Pfarrkirche in Altdorf UR. Anschliessend hielt er sich für den IV. theologischen Kurs im Priesterseminar St. Luzi in Chur auf. Ab 1895 war Müller Pfarrhelfer und Lehrer in Spiringen. Ab 1899 war er Pfarrer in Bauen. Am 3. September 1903 wurde er Spitalpfarrer im Kantonsspital Uri; in dieser Tätigkeit resignierte er spätestens 1921, verblieb aber bis zu seinem Tode im Spital. Als Spitalpfarrer schrieb Müller Sagen auf, die ihm die Spitalinsassen erzählten. Oft versuchte er im Gespräch Geschichten ausfindig zu machen, indem er zuerst selber eine Geschichte erzählte. Nach dem Gespräch machte er sich Notizen. Die Arbeit von Müller war auf drei Arten Pionierarbeit: Zur Lebzeit Müllers war es nicht üblich, Erzähler als Quellen zu nutzen. Als Quellen dienten lediglich geschriebene Texte. (Die Brüder Grimm bildeten hier eine Ausnahme.) Die gesammelten Geschichten sind nicht die üblichen Sagen über Helden, sondern Sagen aus dem zumeist bäuerlichen Alltag. Die Geschichten zeigen alltägliche Gefühle und das Verhalten der Bevölkerung. Die Sagen sind nicht literarisch geformt, sondern sehr ursprünglichen, kargen Charakters. Müller sammelte etwa 1600 Sagen und etliche Varianten derselben Geschichte. Damit schuf er eine der wichtigsten Volkstumsquellen des alpinen Raums. Mit seiner Sagensammlung beeinflusste Müller viele Künstler aus dem Kanton Uri und der Schweiz, unter anderem den Künstler Heinrich Danioth und den Filmemacher Fredi M. Murer.
Preis € 259.00 CHF 300.00

< zurück

 © 1993-2019 buch-antiquariat.ch