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Produktedetails


Art.Nr:
45106
Autor: / Künstler:
Titel:
Theater in Ischl (Theaterplakat)
Untertitel / Graf. Technik:
56. Vorstellung , Donnerstag den 10 August 1882. Angot, die Tochter der Halle. - Operette in 3 Akten von Clairville, Girandin und Koening. Deusch von Anton Langer. Musik von Charles Lecocq. Direktor Leopold Müller
Schlagwort:
Theater / / / / /
Bindung / Bildgrösse:
Aus Seide gedruckt mit Goldbordüre eingefasst.
Verlag:
Wimmer
Ort:
Bad Ischl
Erscheinungsjahr:
Buchdaten / Blattgrösse:
Zustand:
Sehr schönes Exemplar nur wenig knittrig.
Bemerkung:
Dekoratives Seidenplakat. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war das Ischler Theater ein bemerkenswertes Juwel in der österreichischen Theaterlandschaft. Wohl an keinem vergleichbaren Theater gab in dieser Periode so viele glanzvolle Galavorstellungen, bedingt durch die sommerliche Anwesenheit des Kaisers. In keinem der vergleichbaren Theater versammelte sich ein so erlesenes internationales Publikum: Gekrönte Häupter und die gesellschaftliche Elite Europas. Und auf keiner Bühne dieser Größe war die Perlenschnur großer und größter Künstler, die an ihr wirkten, so lang und so eindrucksvoll. Den Vorstellungen des Kurarztes Dr. Wirer von einer Ganzheitstherapie, derzufolge die medizinische Heilung durch den Kurbetrieb wesentlich von geistiger Beschwingtheit und angeregter Entspannung abhängig wäre, führte Mitte der zwanziger Jahre des 19. Jahrhunderts zur Gründung einer Aktiengesellschaft, die am Kreuzplatz das Theater errichten ließ: Am 28.  April 1827 fand mit einer "festlichen Dilettantenaufführung von Kotzebues, der blinde Gärtner" die feierliche Eröffnung statt. Am 1. November übernahm die Gemeinde Bad Ischl das Theater, das in der Folge liebevoll als "kleine Burg" bezeichnet werden sollte! Das Theater bot ein ausgewogenes, geradezu großstädtisches Repertoire: Der Bogen spannte sich in Schauspiel, Oper und Operette von Werken Ferdinand Raimunds und Bauernfeld zu Grillparzers "Sappho" und Anzengrubers "Pfarrer von Kirchfeld", der Premiere von Schnitzlers "Anatol", von Rossini und Nicolais "Lustigen Weibern" zu Konradin Kreutzers "Nachtlager" und zu Verdis "Traviata", bei der Operette von Johann Strauß, der hier auch selbst dirigierte, und Offenbach über Lehár und Kalman zu Oscar Straus und Robert Stolz. Auch die Liste der Künstler, die hier aufgetreten sind, ist lang: Alexander Girardi, Helene Odillon, die Gallmeyer und Adelina Patti, Charlotte Wolter, Katharina Schratt und Hansi Niese, Maria Jeritza und Leo Slezak, Richard Tauber und Alfred Piccaver, Alexander Moissi, Betty Fischer, Louise Kartousch und Hubert Marischka - und nicht zuletzt Johann Nestroy! In der Zwischenkriegszeit fanden regelmäßig Gastspiele des Linzer Landestheaters statt. Paula Wessely und Hans Jaray gastierten in "Alt Heidelberg", Raoul Aslan mit "Kirschen für Rom". Als Regisseure scheinen sogar Josef Jarno und Max Reinhardt auf. Während des Zweiten Weltkrieges gab es regelmäßig Aufführungen: Festaufführungen von "Land des Lächelns" und der "Lustigen Witwe" zu Lehárs 70. Geburtstag 1940. (Aus einem Referat von Prof. Dr. Heinrich Kraus)
Preis € 190.00 CHF 220.00

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