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Produktedetails
Art.Nr: 55608
Autor: / Künstler:
Titel:

Faksimile - Gebetbuch Karls des Kühnen

Untertitel / Graf. Technik:

Los Angeles, Getty Museum, Ms. 37

Schlagwort: Alte Drucke - Faksimile / Religion - katholisch / Geschichte - Mittelalter / Religion - katholisch / Handschriften - Faksimile /
Bindung / Bildgrösse:Faksimile: Samteinband m. je vier vergoldeten Eckbeschlägen und je ein vergoldetes Medaillon mit zwei Schließen. Kommentarbd.: OLwd. auf Schuber montiert mit Plexiglasabdeckung.
Verlag: Faksimile-Vlg.
Ort: Luzern
Erscheinungsjahr: 2007
Buchdaten / Blattgrösse: Faksimile: (13,5 cm x 10.5 cm), 318 S., 47 farb. Miniaturen., 360 Zierleisten; Kommentarbd.: Gr.8°, 310 S., zahlr. Abb.
Zustand: Fakismile: tadell.; Kommentarbd.: Deckel Minimal angeschmutzt, tadell.
Bemerkung: VERGRIFFEN. Nr. 688 der 980 arab. num. Auflage (zusätzl. 80 röm. num. Ex., diese nicht im Handel). Karl der Kühne, Herzog von Burgund liess sich um 1460 vom Buchmaler Lieven van Lathem, dem Wiener Meister der Maria von Burgund sowie dem Schreiber Nicolas Spierinc ein Gebetbuch zum persönlichen Gebrauch anfertigen: das Gebetbuch Karls des Kühnen. Es legt Zeugnis davon ab, daß der mächtigste Mann in Europa auch als Mäzen nicht seinesgleichen hatte – ist doch das Buch Seite für Seite mit Gold ausgestattet! Auf 159 Blättern im Format 124 x 92 mm entfaltet sich in insgesamt 47 Miniaturen die überbordende Pracht burgundischer Bücherliebe. Die zeichnerische Fabulierlust setzt sich bis in die erfindungsreichen Bordüren fort, wo sich zwischen farbigem Akanthus und Goldpollen ungezählte Drolerien, Menschen und Vögel tummeln. Drei Porträts des Auftraggebers belegen die sehr persönliche Beziehung Karls zu seinem Gebetbuch. Auch die Textseiten beeindrucken durch reichen Schmuck. Die feine Kalligraphie wird von mehr als 360 Initialen auf zumeist ziseliertem Goldgrund gegliedert; jede Textseite ist zudem mit einer ornamentalen Bordüre verziert. So spiegelt das Gebetbuch Karls des Kühnen Seite für Seite Pracht und Luxus Burgunds wider. Die Künstler: Zeit seines Lebens wirkte Lieven van Lathem als Buchmaler im Kulturraum Flandern, zwischen Gent und Brügge, Antwerpen und Utrecht. Um 1430 geboren, war er zuerst Mitglied der Malergilde in Gent, später, bis zu seinem Tod 1490, Mitglied der Lukasgilde in Antwerpen. Aufgrund seines überragenden Talents wurde er schon früh Hofmaler Herzog Philipps des Guten, des Vaters Karls des Kühnen. Später berief ihn auch Kaiser Maximilian I. an seinen Hof. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts galt das flämische Antwerpen als Zentrum der Landschaftsmalerei; aber es war van Lathem mit seiner stimmungsvollen Kunst, der den Weg dahin bereitet hatte. Ein Name ist mit der Malschule von Gent-Brügge untrennbar verbunden: der des Wiener Meisters der Maria von Burgund – gerühmt für seine Ausdruckskraft, wenn es darum ging, feine Gesichter oder bewegtes Muskelspiel auf Pergament lebendig werden zu lassen. Seine Identität ist nicht gelüftet, doch vermuten viele Kunsthistoriker in ihm Alexander Bening, den Vater Simon Benings, des letzten großen Meisters aus Flandern. Mit dem Gebetbuch Karls des Kühnen betrat er erstmals die künstlerische Bühne, und schon hier erhält die Kunstwelt einen Eindruck von diesem einmaligen Talent. Als Schreiber für sein Gebetbuch konnte Karl der Kühne mit Nicolas Spierinc Burgunds berühmtesten Kalligraphen verpflichten. Spierinc ist freilich nicht nur die gelungene Schönschrift zu verdanken, er schmückte viele Seiten auch mit wunderbaren Kadellen, also mit Buchstaben, die kunstvoll mit Linien in Schrifttinte verziert wurden. Zum Teil wurden die Kadellen sogar zusätzlich mit mattglänzendem Gold gefüllt – ein Schimmern, das auch im Faksimile originalgetreu wiedergegeben wird. Der Kommentarband vom renommierten Kunsthistoriker Antoine de Schryver Beiliegend die Dokumentationsmappe m 3 faksimilierten Blättern.
 

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